IAA 2011 unter Strom: Elektroauto BMW i3

Das Motto der 64. Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) lautet „Zukunft serienmäßig“. Das rückt umweltfreundliche Autos mit alternativen Antrieben und die Mobilität von morgen ganz allgemein in den Vordergrund. Wer die IAA besuchen will (der 15. – 16. September sind Fachbesuchertage, danach ist die IAA bis zum 25. September fürs breite Publikum geöffnet) und zum Mekka der Elektroautos & Co. pilgern will, sollte Halle 4 ansteuern. Hier zeigen verschiedene Automarken ihre Vorstellung von „Zukunft serienmäßig“. Einige sind es auch schon, viele befinden sich aber im Konzeptstadium und kommen erst – wenn überhaupt oder so wie jetzt zu sehen – in den nächsten Jahren auf den Markt.

Der neue BMW i3: Hoffnung der Elektromobilität

Interessant und eines der IAA-Highlights ist zum Beispiel das 3,84 Meter lange, 2,01 Meter breite und 1,54 Meter hohe Elektroauto BMW i3, der mit einem 125 kW / 170 PS starken Elektromotor angetrieben wird. Es ist ein kompakter Kleinwagen mit 200 Litern Kofferraumvolumen und Platz für vier Personen. Dazu kommen eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometern (über einen optionalen Ottomotor als Range Extender – REx soll die Reichweite verlängert werden können), ein durchweg ansprechendes Design und ein Preis um die 40.000 Euro. Verkaufstart soll 2013 sein.

Zum Vergleich: Der Opel Ampera (Maße: 4,50 Meter Länge, 2,13 Meter Breite, 1,44 Meter Höhe, 310 bis maximal 1.005 Liter Kofferraumvolumen; Werte: Elektromotor mit 150 PS Leistung und einer rein elektrischen Reichweite von 40 bis 80 Kilometern; über den 1.4 Liter Benzinmotor mit 63 kW / 86 PS Leistung erhöht sich die Reichweite auf 500 km) wird schon jetzt für 42.900 Euro verkauft.

Eigentlich erstaunlich, daß die Entwicklung bei Reifen für Elektroautos eher stockend vorwärts geht. Dabei gibt es schon heute Potenzial, wie den neuen BMW i3.

So wie der Ampera für Opel ist der i3 für BMW die große Elektroautohoffnung. Mit diesen Maßen, diesem Preis und diesen Werten ist der BMW i3 ohne Frage ein weiteres Beispiel für Alltagstauglichkeit. Daran – gemeint sind Reichweite, Kosten, Platz und Komfort im Auto – muss sich jedes Elektroauto messen lassen. Das ist die große Hürde, die nicht leicht zu überwinden ist. Dabei ist das Interesse der Verbraucher an Elektroautos so groß wie nie zu vor.

Nach einer Studie des BITKOM, kurz vor der IAA durchgeführt, würden sich sogar 69 Prozent der potenziellen Autokäufer ein Elektroauto kaufen. Beim Interesse allein darf und kann es nicht bleiben. Doch dazu fehlt oftmals die eben angesprochene Alltagstauglichkeit. Und wenn diese wie im Opel Ampera oder BMW i3 gegeben sind, dann sind sie für die Mehrheit einfach noch zu teuer.

Kaufanreize durch staatliche Förderprogramme könnten helfen, doch die sind nicht in Sicht. Ohne sie und technologische Entwicklungen hin zu einer besseren Speicherkapazität, wird aus dem Interesse am Elektroauto kein Absatz. Dass das Ziel der Bundesregierung – 1 Million Elektroautos in Deutschland bis 2020 – erreicht werden kann, wird bezweifelt. Nach einer neuen Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft werden 8 Prozent Elektroauto-Marktanteil prognostiziert und nur 3 Prozent, wenn die Kaufanreize ausbleiben, die Preise für Elektroautos nicht sinken und die Reichweiten nicht vergrößert werden.

Quelle: meinauto.de
Foto: Hersteller / BMW

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