Die Dachbox: Tipps, Test & Informationen (Werbung)

Ferienzeit ist Reisezeit. Viele Deutsche fahren jedes Jahr mit dem Auto in den Urlaub. Wer mit der Familie längere Zeit verreist, wird früher oder später feststellen, dass der Kofferraum für das vorhandene Gepäck nicht ausreicht. In solchen Fällen sind Dachboxen eine sinnvolle Ergänzung. Beim Kauf und beim Beladen ist jedoch einiges zu beachten.

Die Dachbox: Das sollten Sie beachten

Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage, ob die Anschaffung einer Dachbox überhaupt sinnvoll ist. Das hängt vor allem vom eigenen Fahrzeug ab und was man in der Box transportieren möchte. Im Handbuch des Fahrzeugs hat der Hersteller die maximale Dachlast angegeben, diese sollte nicht überschritten werden!

Im ADAC Test zeigte sich ein deutlicher Unterschied bei der Qualität der Dachboxen.
Im ADAC Test zeigte sich ein deutlicher Unterschied bei der Qualität der Dachboxen.

Dabei muss bedacht werden, dass sowohl das Gewicht der Grundträger als auch die Dachbox von der Maximaldachlast abgezogen werden müssen. Die Differenz ergibt dann die noch verbleibende maximale Dachlast.

Cabrios und Fahrzeuge mit Variodächer können überhaupt keine Dachboxen tragen. Darüber hinaus sind Minivans und Geländewagen bereits so groß, dass man für das Beladen einer Dachbox eine Leiter benötigt. Hier wäre ein Anhänger die bessere Alternative.

Unterschiedliche Befestigungssysteme

Beim Kauf einer Dachbox sollte darauf geachtet werden, dass es unterschiedliche Größen und Ausführungen gibt. Manche Boxen werden einseitig, andere doppelseitig und wieder andere von der Heckseite aus geöffnet und beladen.

Insgesamt gibt es drei verschiedene Befestigungsarten: Schnellverschlüsse, Nutensteinbefestigungen und U-Bügel-Befestigungen.

Die einfachste Variante sind Schnellverschlüsse. Dabei wird die Dachbox mit geöffneten Klammern auf den Grundträger gesetzt. Der Nachteil an dem System ist, dass die Schnellverschlüsse den Platz innerhalb der Box einschränken. Nutenstein- und U-Bügel-Befestigungen sind weniger komfortabel. Dafür nehmen sie aber auch weniger Platz weg und sehen optisch ansprechender aus.

Das Verschlusssystem ist abhängig vom Grundträger. Grundträger gibt es aus Stahl und Aluminium. Welcher Träger sich am besten für das Fahrzeug eignet, sollte beim Hersteller erfragt werden.

Verteilung von Gepäck in der Dachbox

In einer Dachbox darf fast alles transportiert werden. Ausgenommen sind leicht entzündliche Flüssigkeiten, scharfe Gegenstände und andere Werkzeuge sowie Explosivkörper. Schwere Objekte sollten außerdem mittig in der Dachbox verteilt werden. Nach vorne und hinten gehören dagegen leichte Gegenstände und Gepäckstücke, wie JP Kraemer hier erklärt:

Dadurch behält die Dachbox ihren Schwerpunkt in der Mitte des Fahrzeugs und gerät nicht ins Rutschen, wenn das Auto beschleunigt oder bremst.

Die Ladung sollte außerdem durch integrierte Gurte im Inneren der Box gegen Verrutschen gesichert werden. Dachboxen mit sogenannten „Durchschlagschutz“ an den Innenseiten können durchaus sinnvoll sein. Dadurch steigt jedoch das Gesamtgewicht des Systems, was wiederum zu Lasten der Zuladung geht.

Als Faustregel gilt: Je mehr Zusatzausstattungen eine Dachbox aufweist, desto geringer in die erlaubte Zuladung.

In der Regel reichen die mitgelieferten Gurte für die Absicherung vollkommen aus. Darüber hinaus darf in Deutschland aus Sicherheitsgründen eine Dachbox nur von der Beifahrerseite aus beladen werden. Daher sollte bereits beim Kauf darauf geachtet werden, dass sich die Box zu dieser Seite hin öffnen lässt.

Auf die richtige Beladung kommt es an! Merke: Dachboxen sind eher für leichtes Gepäck geeignet. Die Hantelstange hat darin eher weniger etwas verloren.
Auf die richtige Beladung kommt es an! Merke: Dachboxen sind eher für leichtes Gepäck geeignet. Die Hantelstange hat darin eher weniger etwas verloren.

Eine Dachbox verändert in der Regel den Schwerpunkt des Autos, daher müssen schwere Ladungsstücke möglichst mittig platziert werden. Die Veränderung des Schwerpunktes hat wesentlichen Einfluss auf das Fahrverhalten – besonders bei Seitenwind und Kurvenfahrten. Eine Dachbox darf niemals überladen werden. Im Ernstfall hat das nämlich schwerwiegende Folgen.

Der ADAC Dachboxentest

Im Jahr 2013 hat sich der ADAC acht Dachboxen aus dem mittleren Preis- und Größensegment genauer angeschaut und verschiedene Modelle getestet. Dabei erhielt nur ein Produkt die Note „sehr gut“. Zweimal vergaben die Tester ein „gut“, viermal ein „befriedigend“ und einmal sogar nur noch ein „ausreichend“.

Positiv: keiner der Testkandidaten fiel durch. Testsieger beim ADAC Dachboxentest 2013 wurde die Thule Motion 800. Zweiter wurde die die Hapro Traxer 6.6 mit der Gesamtnote „gut“. Rang drei belegte die Kamei 510, bereits mit leichten Schwächen im City-Crash und in der Handhabung.

Die Top3 des ADAC Dachboxentest:

Platz 1)

Auf Platz 1: Die Thule Motion 800
Auf Platz 1: Die Thule Motion 800

Platz 2)

Auf Platz 2: Die Hapro Traxer 6.6
Auf Platz 2: Die Hapro Traxer 6.6

Platz 3)

Auf Platz 3: Die Kamei 510
Auf Platz 3: Die Kamei 510

Das Podest verpasst haben die Neumann XX-Line, Atera Cargo 830, Cartrend Exodus und die Rameder Black Line 580. Hier machen vor allem Kleinigkeiten den Unterschied wie eine fehlende Bedienungsanleitung, oder ein zufallender Deckel. Verlierer des Test wurde die ATU Jetbag 70 Premium vom Auto Discounter mit Schwächen im City-Crash und gravierenden Mängeln in der Konstruktion – Gesamtergebniss nur „ausreichend“.

Das Ergebnis des großen ADAC-Dachboxentest 2013
Das Ergebnis des großen ADAC-Dachboxentest 2013

Dachbox Fazit: Qualität kostet

In der Summe betrachtet ist eine Dachbox bequem zu beladen, schnell montiert und perfekt geeignet, wenn der Platz im Kofferraum nicht ausreicht. Im Test eignen sich dann auch alle Boxen (mehr oder weniger gut) für den Transport von Gepäck auf dem Fahrzeugdach.

Im Detail gibt es dann aber doch recht große Unterschiede deutlich. Bei fünf von acht getesteten Dachboxen fanden die Prüfer zum Teil gravierende Sicherheitsmängel unterschiedlichster Art. Der Testsieger ist gleichzeitig auch Gewinner des höchsten Anschaffungspreises: 480 Euro kostet die Thule, das günstigste Modell im Test von Cartrend nur 229 Euro. Da eine Box allerdings auch nur einmal gekauft wird, lohnt es sich lieber etwas mehr Geld zu investieren, als sich dann mit klappernden Deckeln oder Sicherheitsmängeln plagen zu müssen.

Fotos: ADAC, GTÜ

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