Ford Fiesta ST: Der will doch nur spielen

Den Ford Fiesta vorzustellen, wäre wie Eulen nach Athen zu tragen. Immerhin ist Fords Kleiner seit Jahrzehnten als treuer und zuverlässiger Freund auf vier Rädern bekannt. Wer so lange zur Familie gehört, darf auch mal aus der Reihe tanzen. Vor allem, wenn soviel Spaß damit verbunden ist. Taugt der kleine Kerl auch als Fiesta ST? Oder vielleicht gerade als Ford Fiesta ST? Wir schauen uns den Sportler genauer an.

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Der Ford Fiesta als Sportwagen? Aber sicher!

Während seiner Besuche im Fitnesstudio hat der Fiesta wohl Bekanntschaft mit dem einen oder anderen britischen Sportwagen gemacht. So präsentiert der kleine Flitzer selbstbewusst eine Front, die ihn fast schon englisch wirken lässt. Jedoch kein Grund, um sich Sorgen zu machen. Ist ja nach wie vor ein Fiesta oder etwa nicht?

Spätestens wenn der turbogetriebene 1,6-Liter-Motor seine 182 PS von der Leine lässt, ist man sich da nicht mehr so sicher. Mit 240 Newtonmeter verfügt der Rennzwerg jedenfalls über genügend Drehmoment, um seinen Menschen ordentlich in die beheizten Sportsitze zu drücken.

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Wieviel Fiesta steckt noch im Fiesta ST?

Prinzipiell kann man den Fiesta ST natürlich für all das verwenden, was man mit einem Kleinwagen so tut. Also die Kinder von der Schule abholen und Oma zum Einkaufen fahren. Dabei sorgt die Ambiente-Beleuchtung für Freude und dank der Sprachsteuerung darf Oma dem Wagen auch sagen, welche Musik sie hören möchte. Wenn man spät nach Hause kommt, beleuchtet der Fiesta noch brav den Weg zur Haustür, bevor er sich schlafen legt.

Bei aller Freude am sympathischen Knuddelwagen sollte man jedoch berücksichtigen, dass der Kleine ein äußerst sportliches Fahrwerk besitzt, dessen Feinabstimmung auf den Nürburgring erfolgte. Das macht Freude, wenn Fords Kleiner vergnügt um die Kurven hechtet, lässt den Fiesta ST aber auch etwas rauhbeinig erscheinen. Aber er ist ja auch nicht gekommen, um zu kuscheln.

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Ford Fiesta ST – Sympathischer Zwergenaufstand

Der Ford Fiesta hat eine lange Geschichte hinter sich. Seit 1976 haben rund 15 Millionen Exemplare das Werk verlassen und sich als zuverlässige Kompaktwägen für den Alltag erwiesen. Allerdings musste Fords Kleiner gelegentlich neidisch auf den VW-Golf schielen, der in der GTI-Version zum „Volkssportwagen“ mutierte. Der Fiesta ST macht damit Schluss.

Großmutter, warum hast Du so große Felgen?

Nähert man sich dem PS-Zwerg von der Seite, stechen einem sofort die 17″-Alufelgen ins Auge. Ein kleiner Gang um das Auto offenbart eine weitere Überraschung: Da hat doch jemand am Gesicht herumgedoktert! Oder ist der Fiesta ST etwas das Ergebnis einer heißen Affäre zwischen dem „normalen“ Fiesta und einem britischen Straßenrenner?

Etwas erstaunt öffnet man die Türe und findet Recaro-Sportsitze vor. Spätestens, wenn man dann Platz genommen hat und auf den Tacho blickt, der bis 260 km/h reicht, wird einem doch etwas mulmig. „Dass Du ja brav bleibst …“, aber der Fiesta denkt nicht daran, auf niedlich zu machen.

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So erzeugt der turbogetriebene 1,6-Liter-Ecoboost-Motor seine 182 PS durchaus herzhaft, die dank des sportlichen Fahrwerks den Asphalt erhitzen und die sympathische Rennsemmel vergnügt durch die Kurven jagen. Statt Rotkäppchen ist hier der böse Wolf unterwegs und das macht Freude. Das kleine Rauhbein empfiehlt sich somit als günstiger Sportwagen im kompakten Kleid. Mission erfüllt!

Fakten & Daten des Ford Fiesta ST

  • 182 PS Leistung aus einem 1,6-Liter-EcoBoost-Vierzylinder mit doppelt variabler Nockenwellen-Steuerung Ti-VCT
  • Beschleunigung in 6,9 Sekunden auf 100 km/h, Vmax 220 km/h
  • der „Sound-Symposer“ leitet das Ansauggeräusch des Motors in den Innenraum
  • Verbrauch von 5,9 l/100 km, CO2-Emissionen von 138 g/km und damit 20% weniger als sein Vorgänger (2012er Modell)
  • Fahrwerk, Lenkung, Bremsen und Antriebsstrang wurden überarbeitet
  • Fahrwerk mit speziellen Spurstangen und modifizierten Verbundlenker-Radaufhängungen gegenüber der Serie 15 mm tiefer
  • verbesserte Fahrdynamik-Regelung „Torque Vectoring Control“ (eTVC) inklusive 3-Wege-ESP mit Sportmodus
  • 6-Gang-Schaltgetriebe
  • Scheibenbremsen auch hinten
  • optische Details außen: schwarze Wabengitter im Trapez-Kühlergrill, integriertes LED-Tagfahrlicht, ST-Karosseriekit (hinterer Stoßfänger mit Diffusor und doppelflutigr Auspuffanlage)
  • optische Details Innenraum: Recaro-Sitze, ST-Sportlenkrad, Kohlefaser-Verkleidungen, Aluminium für Schalthebel und Pedalerie, Gestaltungselemente im Farbton der Karosserie
  • Preise beginnen ab 19.990 Euro (20.990 Euro für das Leder-Sport-Paket)

Fotos: Hersteller (Ford)

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