Seat Ibiza Cupra 2016: Wolfsburger Spaßmacher

Die schlechten Neuigkeiten aus Wolfsburg häufen sich derzeit, denn dem Volkswagen-Konzern drohen aufgrund der noch jungen Abgas- und CO2-Krise schwere finanzielle Zeiten. Völlig unbeeindruckt davon hat die Volkswagen-Konzernmarke Seat im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung (IAA) Mitte September 2015 in Frankfurt ein Upgrade ihrer Modellserie Seat Ibiza Cupra vorgestellt, das für positive Schlagzeilen sorgen soll.

Neben geringen optischen Anpassungen spielen dabei insbesondere technische Verbesserungen eine Hauptrolle. Leistungsstärker und edler als je zuvor präsentiert sich der sportliche Wagen für Sparfüchse, wenngleich Autofahrer zukünftig auf einige lieb gewonnene Elemente verzichten müssen. Dieser Artikel beleuchtet die Neuerungen umfassend und diskutiert Vor- und Nachteile des jüngsten Upgrades.

Leistungsstärker als je zuvor: Der Seat Ibiza Cupra 2016

Zunächst zur technischen Seite und hierbei zuerst die wichtigste Kennzahl für Motorfreunde:

Der frühere 1.4 TSI-Motor mit stolzen 180 PS Leistung hat ausgedient und gehört der Vergangenheit an. Seinen Platz nimmt der 1,8-Liter-Vierzylinder mit 192 PS ein, der übrigens auch im Volkswagen Polo GTI Verwendung findet. Damit einhergehend verbessert sich zugleich die Beschleunigungszeit, also die Zeit, welche benötigt wird, um das Auto auf eine Geschwindigkeit von 100 km/h zu beschleunigen.

Mehr Leistung, aber auch mehr Verbrauch - egal, Spaß macht auch der 2016er Cupra wieder jede Menge!
Mehr Leistung, aber auch mehr Verbrauch – egal, Spaß macht auch der 2016er Cupra wieder jede Menge!

Lag diese vormals bei 6,9 Sekunden, benötigt der neue Seat Ibiza Cupra aus dem Modelljahr 2016 nur noch mickrige 6,7 Sekunden von 0-100 km/h und erreicht damit einen Spitzenwert in seiner Preiskategorie. Die Höchstgeschwindigkeit verbessert sich ebenfalls von 225 km/h auf 235 km/h. Ein Kompromiss, den vor allem Vielfahrer damit einhergehend eingehen müssen, ist der erhöhte Verbrauch.

Optisch unterscheiden sich das alte und neue Modell kaum voneinander.
Optisch unterscheiden sich das alte und neue Modell kaum voneinander.

Anstelle der früher notwendigen 5,9 Liter pro 100 Kilometer Fahrt müssen es nunmehr laut Herstellerangaben schon 6,0 Liter sein, wenngleich dies dem gewöhnlichen Autofahrer selbst beim Blick auf die Tankrechnung kaum auffallen dürfte. Ein weiterer Nachteil der neuen Generation ist das leicht verschlechterte Getriebe. Autofreunde schätzten das Siebenstufen-Direktschaltgetriebe, doch nunmehr steht lediglich ein Handschaltgetriebe mit sechs Vorwärtsstufen zur Verfügung. Preislich erweist sich dies als vorteilhaft, da die Listenpreise etwas unter den Vorgängermodellen liegen.

Der neue Seat Ibiza Cupra bekam einen Motor mit mehr Hubraum und Leistung spendiert.
Der neue Seat Ibiza Cupra bekam einen Motor mit mehr Hubraum und Leistung spendiert.

Der neue Cupra ist äußerlich unverändert

Soweit zur technischen Seite, doch wie steht es um die Optik der aktualisierten Modellserie? Äußerlich quasi unverändert bleibt die Karosserie im sportlichen Gewand. Im Innenraum hingegen wandelt sich einiges: Neue Softtouchoberflächen und Bedieneinheiten für die Klimaautomatik sowie die markanten Bedientasten im Lenkrad und vermehrte Chromverzierungen am Armaturenbrett stellen dabei die auffälligsten Neuerungen dar.

Der Innenraum wurde behutsam überarbeitet, gefällt durch feinere Oberflächen.
Der Innenraum wurde behutsam überarbeitet, gefällt durch feinere Oberflächen.

Zu den Highlights zählen außerdem die eindrucksvollen 17-Zoll-Leichtmetallräder „Barcino“, welche auch den Maximalgeschwindigkeiten trotzen. Ebenso tragen der Cupra-Frontgrill, die leistungsstarke Auspufftechnik sowie zum schnittigen Gesamteindruck des Seat Ibiza Cupras bei.

Folglich sorgt die 2016er-Version des Seat Ibiza Cupra besonders bei Geschwindigkeitsfreunden für Gefallen, die mit dem jüngsten Update einige Pferdestärke Zusatzleistung erhalten. Freunde des Automobildesigns dürften von den mageren Neuerungen in optischer Hinsicht allerdings enttäuscht sein. Locken dürfte dieser lediglich der niedrige Preis.

Fotos: Hersteller (Seat)

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