Rallye Dakar 2016: Peugeot dominiert

Die Rallye Dakar gilt als die berühmteste Wüstenrallye der Welt. In diesem Jahr läuft sie vom 2. bis zum 16. Januar und dabei hat es die Rallye wahrlich in sich! In 13 Etappen müssen fast 10.000 Kilometer bewältigt werden, dabei gehen knapp die Hälfte der gefahren Kilometer in die Wertung ein.

Wer am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen steht, hat 15 Tage voller Hitze, Staub und Adrenalin hinter sich. Die Rallye Dakar ist nicht nur als Langstreckenrennen durch die Wüste bekannt, sondern auch dafür, dass sie gefährlich und materialmordend ist. Nicht jeder kommt ins Ziel in Rosario und kann sich feiern lassen.

Tausende Kilometer quer durch Südamerika

Wer tausende Kilometer durch die Wüste Südamerikas fahren will, braucht entsprechendes Equipment und viele fleißige Mechaniker und andere Helfer. Männer und Frauen aus mehr als 50 Ländern diese Erde wollen in den vier unterschiedlichen Fahrzeugklassen der Rallye den Sieg erringen. Dabei haben es die privaten Teams meist deutlich schwerer als die großen Markenteams.

Der Peugeot 2008 DKR tritt für Peugeot bei der Rallye Dakar 2016 an.
Der Peugeot 2008 DKR tritt für Peugeot bei der Rallye Dakar 2016 an.

Während diese mit Profi-Rennfahrern und vielen Mechanikern anreisen, müssen die Privaten oft alles selber machen. Erst die Etappe fahren und im vorgegebenen Zeitlimit ankommen und anschließen das Auto, Motorrad, Quad oder den Truck wieder fit für die nächste Etappe machen. Das zerrt an den Nerven und am Schlafpensum der Teilnehmer.

Hinzu kommt, dass bei der Rallye Dakar jeden Tag mit Ausnahme eines Ruhetages gefahren wird. Im Vergleich zu anderen Rallye-Meisterschaften sind die Etappen nicht nur wenige Kilometer lang. Teilweise sind Prüfungen von über 800 Kilometern Länge an einem Tag zu absolvieren. Wertungslängen von 400 Kilometern und mehr sind dabei nicht selten.

Bisher Vorteile für Peugeot bei der Rallye Dakar

In diesem Jahr hat ein Hersteller (bisher) klar dominiert. Peugeot bringt in der Auto-Wertung drei Teams an den Start die wohl den Sieg unter sich ausmachen werden. Mit dem Peugeot 2008 DKR wurde ein Rallye-Fahrzeug geschaffen, dass die Konkurrenz anscheinend vor Schreck erstarren lässt. Die Fahrer für den französischen Hersteller sind ebenfalls alle keine Unbekannten. An der Spitze der Gesamtwertung kämpfen Carlos Sainz, Sebastien Loeb und Stephane Peterhansel um die Bestzeit. Peterhansel ist nebenbei der erfolgreichste Fahrer, der jemals bei der Rallye Dakar fuhr. Er hat bisher die Motorradwertung sechsmal (!) und die Autowertung fünfmal gewinnen können.

Ein kurze Etappe in die Geschichte der Rallye

Die Rallye Dakar hat sich über viele Jahre ihren Ruf und ihre Reputation erarbeitet. Die fixe Idee eine Rallye durch die Wüste zu etablieren kann eigentlich nur von einem Rennfahrer kommen. Und so ist es auch. 1978 wurde erstmals die Rallye Dakar ausgetragen. Ins Leben gerufen und durchgeführt wurde sie vom Franzosen Thierry Sabine.

2001 lehrte eine Frau allen Widersachern das Fürchten. Jutta Kleinschmidt gewann auf Mitsubishi als erste Frau die Rallye Dakar in der Autowertung und machte sich damit unsterblich. Sie gehört zu den erfolgreichsten Frauen im Motorsport und fährt vorwiegend Rallye-Raids und Marathonrallye.

2008 war das einzige Jahr bisher, in dem die Rallye nicht stattgefunden hat. Aufgrund terroristischer Drohungen gegen die Rallye und vorangegangenen Angriffen auf französische Touristen und Soldaten in Algerien entschloss man sich die Rallye abzusagen.

Ein Jahr später, 2009, wurde Die Rallye Dakar erstmals nicht mehr in Europa und Afrika ausgetragen. Man wechselte nach Südamerika und fuhr in Argentinien und Chile. Seither wird die Rallye Dakar auf dem südamerikanischen Kontinent ausgetragen. In diesem Jahr werden dabei Argentinien und Bolivien durchquert.

Und nun, der Peugeot 2008 DKR in Aktion:

Foto: Peugeot

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