Nissan Weltpremiere Juke und LEAF in Genf

Der Genfer Salon (4. – 14. März) ist Schauplatz von gleich zwei Nissan-Weltpremieren: einem neuen kompakten Weltauto und dem ersten kleinen Crossover, dem Juke. Europäische Messebesucher haben darüber hinaus die Chance, den Elektrowagen LEAF erstmals live zu sehen. Alle drei Neuheiten stehen für die durch innovative Produkte und Designführerschaft gekennzeichnete Wachstumsstrategie Nissans.

Neuer globaler Kompaktwagen: Genf ist die Bühne für die Weltpremiere des neuen globalen Kompaktwagens von Nissan, der als erstes Modell des Unternehmens auf der komplett neu konzipierten V-Plattform aufbaut. Die neue Plattform-Architektur ermöglichte Nissan eine intelligente Leichtbauweise und daraus erwachsende Vorteile hinsichtlich Verbrauch und Emissionen. Im April beginnt der Verkauf zunächst in Thailand, die europäischen Märkte werden ab Herbst beschickt.

Nissan Juke: Frischer Wind im B-Segmet

Die zweite Weltneuheit von Nissan soll frischen Wind in das europäische B-Segment bringen, von dem die Kunden deutlich mehr Originalität und Witz erwarten. Der Juke erfüllt diese Wünsche durch eine spezielle Kombination aus sportlichen und robusten (SUV)-Design-Elementen, die dazu auch noch kompakt und hübsch verpackt sind.

Dieser nunmehr schon dritte Crossover von Nissan verstärkt den Ruf der Marke als Pionier dieser immer populärer werdenden Fahrzeuggattung.

Die Spitzenversion des Juke wird von einem komplett neu entwickelten 1,6 Liter Benzinmotor mit Turboaufladung und Direkteinspritzung angetrieben. Seine Eckdaten: 140 kW (190 PS) und bis zu 240 Nm.

Das Kraftwerk wird mit einem weiter entwickelten Nissan ALL-MODE 4×4-i-System kombiniert. Es kann die Kraft nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse bis zu einem Verhältnis von 50:50 splitten, sondern erstmals auch zwischen den beiden Hinterrädern variabel verteilen. So werden Untersteuertendenzen bei Kurvenfahrt minimiert und das Handling insgesamt noch flüssiger.

Diese Zusatzfunktion für einen Allradantrieb ist ein absolutes Novum im Segment der Klein- und Kompaktwagen – sie kommt bislang nur in wenigen Premium- und Oberklassefahrzeugen zum Einsatz. Die zweite Motoroption für den Juke ist ein 1,6 Liter großer 16V-Benziner mit – als weitere Technikneuheit – zwei Einspritzdüsen pro Zylinder. Er leistet 86 kW (117 PS) und mobilisiert maximal 157 Nm an Drehmoment. Dazu kommt als drittes Aggregat der bewährte 1.5 dCi Common-Rail-Turbodiesel mit 81 kW (110 PS) und 240 Nm Drehmoment.

Der Juke wird in Europa (ab Herbst) wie auch in Japan und Nordamerika angeboten.

Nissan LEAF: Elektrofahrzeug mit niedrigen Betriebskosten

Der LEAF ist das Nissan Angebot im familienfreundlichen C-Segment und bietet genauso so viel Platz und Praxisfreundlichkeit wie seine Rivalen. Doch unterscheidet er sich in einem ganz entscheidenden Punkt von allen anderen: Als reines Elektrofahrzeug (EV) stellt er eine Null-Emissions-Mobilität und niedrige Betriebskosten in Aussicht. Der LEAF ist das erste in großen Stückzahlen produzierte EV eines etablierten Herstellers und Vorbote einer Reihe weiterer „Stromer“, welche Nissan und Allianz-Partner Renault in den nächsten Jahren auf den Markt bringen werden.

Der LEAF baut auf einer speziell für ihn entwickelten EV-Plattform auf. Der Radstand beträgt 2.700 mm. Er ist 4.445 mm lang, 1.770 mm breit und 1.550 mm hoch. Den Antrieb besorgt ein im Bug installierter und von Nissan selbst entwickelter Elektromotor – der seine Kraft auf die Vorderachse schickt. Mit einer Leistung von 80 kW und einem Drehmoment von 280 Nm fährt der LEAF 140 km/h schnell. Eine volle Batterieladung eröffnet einen Aktionsradius von 160 Kilometern – was für weltweit 80 Prozent aller Autofahrer, die täglich deutlich kürzere Strecken zurücklegen, völlig ausreicht.

Der Gleichstrom-Motor wird von einer laminierten Lithium-Ionen-Batterie „gefüttert“. Die 48 Module der sehr flachen Akkumulatoren sind unter den Sitzen des LEAF untergebracht und bringen es auf eine Gesamtleistung von über 90 kW. Dank Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation) wird die beim Verzögern entstehende Energie direkt in die Batterie zurückgespeist – und diese somit wieder aufgeladen.

Mit einem 50 kW starken Schnellladegerät ist es möglich, die Batterien in weniger als 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität aufzuladen. Bis solche Stromtankstellen flächendeckend installiert sind, geht Nissan davon aus, dass die meisten Besitzer ihren LEAF entweder während der Arbeit oder zu Hause aufladen werden. In beiden Fällen mittels einer 220 V-Steckdose und einem 16 Ampère-System. Diese Ladeform nimmt acht Stunden in Anspruch. Die am Auto angebrachte Steckdose für das Ladekabel verbirgt sich unter einem mit dem Nissan Logo verzierten „Tankdeckel“ im Bug des LEAF.

Bestellungen für den LEAF (zu deutsch: „Blatt“) nimmt Nissan auf ausgewählten europäischen Märkten ab Sommer entgegen. Erste Auslieferungen – allesamt Linkslenker – sollen noch vor Ende diesen Jahres erfolgen.

Nissan Qashqai: Crossover umfangreich überarbeitet

Nissans mittelgroßer Crossover, der Qashqai, erhält zur Stärkung seiner Position als klassenbeste Alternative zu traditionellen europäischen Schräghecklimousinen für 2010 eine umfangreiche Modellpflege.

Besonders klar ablesbar wird sie an der gründlich überarbeiteten Frontpartie. Die Motorhaube, der vordere Stoßfänger, die Kotflügel, die Kühlergrillöffnung und die Scheinwerfer sind samt und sonders neu und verleihen dem Qashqai eine hochwertigere, ausgefeiltere Präsenz. Die Langversion Qashqai+2 profitiert von den gleichen Änderungen; bei beiden Modellen erhält auch das Interieur einen Premium-Anstrich.

Änderungen am Unterboden des Qashqai optimieren zudem die Luftströmung, sodass Nissan den Cw-Wert leicht um 0,34 auf 0,33 senken konnte. Diverse aerodynamische Verbesserungen ermöglichen die Einführung einer besonders CO2-armen Version. Gewichtseinsparungen, aerodynamische Radkappen und abgedeckte Nebelscheinwerfergehäuse drücken zusammen mit rollwiderstandsarmen Reifen und einer längeren Achsübersetzung den CO2-Ausstoß von 137 auf 129 g/km.

Nissan Pathfinder & Navara mit neuem V6-Motor

Aufgefrischte Varianten der beiden 4×4-Baureihen Pathfinder und Navara sind ebenfalls auf dem Nissan Stand in Genf zu sehen. Wichtigste Neuheit ist ein neuer Top-Motor: ein 3,0-Liter-V6 Turbodiesel. Er leistet 175 kW (238 PS) und mobilisiert schon knapp über Leerlaufdrehzahl ein Drehmoment von bis zu 550 Nm. Parallel dazu wurde der bekannte 2.5 dCi-Vierzylinder noch einmal gründlich überarbeitet – was ihm zu mehr Leistung und Drehmoment bei zugleich gesenkten Verbräuchen und Emissionen verhilft. In Zahlen: Die Leistung stieg um 19 auf 190 PS (oder 140 kW), das Drehmoment um satte 47 auf 450 Nm.

Der Durchschnittsverbrauch nahm um 1,4 auf 8,4 Liter/100 km ab – korrespondierend dazu sanken die CO2-Emissionen um 40 auf 224 g/km. Selbstverständlich kommt der Motor ab Werk mit einem sich selbst regenerierenden Partikelfilter (DPF).

Schließlich erhielten auch Pathfinder und Navara Änderungen im Interieur, die ebenfalls die Qualitätsanmutung und den Komfort verbessern. Bei den Nissan Händlern stehen beide Offroader schon ab März.

Pathfinder

Navara

Nissan 370Z Roadster feiert Europa-Debüt

Die Cabrio-Version des rassigen Nissan-Sportwagens 370Z gibt auf dem Genfer Palexpo Messegelände ihr Europa-Debüt. Wie das Coupé wird sie vom 241 kW (328 PS) starken 3,7-Liter-V6 angetrieben, der seine geballte Power (natürlich) auf den Hinterrädern entfaltet. Er ist auf Wunsch mit der weltweit bislang einzigartigen Syncro Rev Control (SRC) kombinierbar.

Bei Versionen mit Handschaltgetriebe nimmt sie automatisch durch kurzes Zwischengasgeben eine Drehzahlanpassung vor, umso perfekter als jeder Rennfahrer saubere Gangwechsel zu unterstützen. Aber auch das Siebenstufen-Automatikgetriebe – das erstmals für einen Z Roadster in Europa angeboten wird – bereitet mit seinen Lenkradschaltwippen und den an ein manuelles Getriebe angelehnten Schaltprogrammen viel Fahrspaß.

Das dreilagige Stoffverdeck verschwindet auf Knopfdruck und binnen 20 Sekunden komplett hinter den beiden Sitzen – beim Vorgänger mussten zuvor noch Spiegel an der Windschutzscheibe gelöst werden. Es ist aber auch möglich, das Softtop von außen zu öffnen: Dazu muss nur der Knopf am Fahrertürgriff drei Sekunden lang gedrückt werden.

Auch der 370Z Roadster wird seine ersten europäischen Kunden schon im März erfreuen – rechtzeitig zu den ersten Frühlings-Strahlen

Quelle & Bilder: Nissan

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