Mobil in England mit dem Mietwagen

Die Frage „Wohin mit meinem Urlaub“ stellt sich auch für viele Deutsche jedes Jahr erneut. Mallorca? Haben wir schon gesehen. Italien? Pizza und Spaghetti kann ich auch zu Hause machen. Griechenland? In der Euro-Krise lieber nicht. Australien? Schön, aber weit weg und teuer. Auf die Idee, die Urlaubswochen mal in England zu verbringen, kommen wohl nicht allzu viele Deutsche. Ein Grund mehr, sich die Möglichkeiten, die sich auf der Insel bieten, einmal näher anzusehen – natürlich unter dem Gesichtspunkt der Mobilität vor Ort.

Verdrehte Welt - der Verkehr in London

Möchte man sich flexibel und kostengünstig fortbewegen, ist das Auto auch auf der Insel die erste Wahl. Das Eisenbahnnetz ist nach der Privatisierung in einem katastrophalen Zustand und die Fernbusse, die die Aufgabe der Eisenbahn übernommen haben, fahren wenig flexibel und sind teils sehr teuer. Es besteht natürlich die Möglichkeit, mit dem eigenen fahrbaren Untersatz eine der Hafenstädte anzusteuern und nach Großbritannien überzusetzen. Allerdings ist die Fahrt auch entsprechend lang, was dem Ziel, sich zu erholen, natürlich entgegensteht. Zudem gibt es im Zuge des Billigflieger-Booms sehr günstige Flüge, mit denen man in ein bis zwei Stunden am gewünschten Zielflughafen ist – und das stressfreier und schneller als mit dem eigenen Wagen. So gilt es also, sich mit dem Gedanken anzufreunden, sich vor Ort ein Auto zu leihen.

Mietwagen in England

Auch im Vereinigten Königreich sind natürlich alle großen Firmen vertreten. Es ist wie bei anderen Urlaubszielen auch sehr ratsam, den Wagen vor dem Urlaubsantritt zu buchen. Auf diese Weise können Preise und Bedingungen verglichen werden, ohne am Flughafen unter Druck zu stehen. Die gängigen Mietwagenportale helfen schnell und unkompliziert weiter. Bei der Wahl des Gefährts sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele Extras bereits im Preis inbegriffen sind, denn viele – besonders kleinere – Firmen werben mit Kampfpreisen, die sich im Nachhinein als Nepp herausstellen. Dort müssen Diebstahl-, Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung oft separat bezahlt werden, was den Gesamtpreis in die Höhe schnellen lässt. Auch Kilometerbegrenzungen werden gerne genutzt, um mehr Geld zu verdienen. Angesichts der Verlockung, in den besonders schönen Gegenden Englands einen Abstecher mehr als eigentlich geplant zu machen, sollte man von diesen Angeboten Abstand nehmen. Abhilfe schaffen dagegen Paketangebote wie etwa von Alamo, bei denen diese Extrakosten für Mietwagen auch in England inklusive sind.

Verkehr – alles falsch herum?

Beim Fahren selbst ist zunächst auf den Linksverkehr zu achten. Die ersten Kilometer – beziehungsweise Meilen –mit dem Mietwagen sind in Großbritannien daher recht anstrengend, jedoch gewöhnt man sich schnell an das seitenverkehrte Fahren. Eine weitere Besonderheit sind die vielen großen Kreisverkehre. Hier gilt es Ruhe zu bewahren, um mit dem gemieteten Wagen nicht direkt in einen Unfall verwickelt zu sein. Innerhalb der großen Städte sollte man natürlich auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen. Dort gibt es häufig Park & Ride-Parkplätze, die man für eher geringe Beträge nutzen kann. Dies gilt auch für die großen Ferienorte etwa im Lake District oder in Cornwall. Vorsicht: wer hier falsch parkt, wird rigoros bestraft und gern abgeschleppt!

Sie sollten sich dennoch nicht abschrecken lassen, denn es gibt in England so viel zu entdecken, das die Mühe wert ist! Und wenn Sie unsere Tipps beherzigen, dann steht dem entspannten Urlaub nichts mehr im Wege.

Bild: RainerSturm / pixelio.de

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