Geländereifen-News von Hankook, Continental und Toyo

Mit der Essen Motor Show startet am 26. November die besucherstärkste Automesse Deutschlands, tags zuvor findet der Preview Day statt. In der Liste der rund 500 Aussteller tummeln sich zahlreiche namhafte Autoproduzenten, Tuningfirmen, Händler und Rennteams, um den kumulierten 350000 Besuchern ihre Fahrzeuge zu präsentieren. Doch es gibt eine Gruppe, ohne die keines davon vom Band gerollt wäre: die Reifenhersteller.

Es sind drei an der Zahl, die bei dieser Automesse ihren eigenen Stand haben, nämlich Hankook, Continental und Toyo. Natürlich sind inoffiziell weit mehr vor Ort, beispielsweise kooperiert die US-amerikanische Cooper Tire & Rubber Company mit den Stuttgarter Tuning-Spezialisten Hofele-Design und stattet deren veredelte Premium-Geländewagen mit Zeon LTZ XL 122 aus.

Hankook: Erstausrüster für den Nissan Frontier

Hankook hat einen ungleich dickeren Fisch an der Angel: Nissan. Der japanische Automobilkonzern ist ebenfalls auf der Essen Motor Show vertreten und zeigt sich ebenda mit dem 350Z oder dem 200SX S13 von seiner sportlichen Seite. Dagegen bleibt der Pick-up-Veteran Frontier (hierzulande als Nissan Navara bekannt) lieber in Übersee und erfreut sich dort seiner Original-Equipment-Reifen von Hankook. Konkret handelt es sich um die Dynapro-Modelle HT und AT-M.

Der neue Nissan Frontier steht ab Werk auf Hankook-Reifen.
Der neue Nissan Frontier steht ab Werk auf Hankook-Reifen.

Letzteres ist in der Größe 265/75 R16T verfügbar und sorgt sowohl auf asphaltierten wie auch unbefestigten und schneebedeckten Straßen für den notwendigen Grip. Dieser All-Terrain-Reifen frisst sich förmlich in den Untergrund, schließlich nimmt sich sein Kantenprofil (angeblich) die messerscharfen Zähne eines wilden Tigers zum Vorbild. Diese beißende Wirkung wird von sogenannten Scallop Grooves verstärkt, das sind muschelförmige Rillen zwischen den Laufflächenblöcken – Patent ist beantragt.

Continental: Lückenfüller für den Toyota Hilux

Solch einen Allrounder hat auch Continental im Angebot. Der CrossContact AT eignet sich zu jeweils 50 % für den On- und Offroadbereich, nun soll der neue CrossContact ATR die Lücke zu den reinen Asphaltreifen schließen. Sein Verhältnis: 70 zu 30 zugunsten der Straße.

Toyota stellt den neuen Hillux auf Reifen von Continental.
Toyota stellt den neuen Hillux auf Reifen von Continental.

Somit muss er die EU-Lärmgrenzwerte einhalten und besitzt Geräuschblocker in Form kleiner Stege, verbaut inmitten der Blöcke im aggressiv designten Schulterbereich. Im Gelände dagegen kann der Ton gerne rauer sein, Hauptsache der Halt stimmt. Hierzu bohren sich spitze Griffzähne in den Boden, das offene und lamellenreiche Profil tut sein Übriges.

Anfangs sind 21 Größen verfügbar, die Palette wird aber schon im kommenden Jahr aufgestockt. Dann fährt mit dem Toyota Hilux ein prominenter Erstausrüstungspartner vor und erhält die neuen CrossContact ATR im Format 265/65 R17H und 265/60 R18H.

Toyo: Sanfter Luxus und grober Kommerz

Schnell von Toyota die letzte Silbe entfernt, schon landet man bei Toyo. Der japanische Reifenfabrikant hat den boomende Light-Truck-Markt im Visier und beschert seiner Open-Country-Familie gleich doppelten Zuwachs: den Q/T (Quiet Terrain) und den C/T (Commercial Traction) > siehe auch folgendes Video:

Der Q/T ist ein echter Allrounder und möchte vor allem CUVs und Luxus-SUVs ruhig über die Straße bringen. Das gelingt unter anderem dank der wellenförmigen Lamellen, die zudem die Verformung der Profilblöcke beim Bremsen oder Beschleunigen reduzieren und ob der dadurch größeren Kontaktfläche das Handling erhöhen.

Der Offroad-Spezialist C/T ist hingegen für den gewerblichen Einsatz konzipiert und will vorrangig Pick-ups dabei helfen, ihre Nutzlast von maximal einer Tonne zu tragen. Derweil kämpft er sich durch Schlamm-, Kies-, Sand- und Wassermassen – und auch Schnee, ersichtlich am „Three Peak Mountain Snow Flake“-Symbol, das seine testgeprüfte Wintertauglichkeit bestätigt.

Fotos: Nissan, Toyota

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