Aufbau und Funktion eines Getriebes

Unter einem Getriebe eines PKW versteht man ein Maschinenelement im Antriebsstrang zwischen dem Verbrennungsmotor und der Antriebsachse. Es ist vorwiegend als Schaltgetriebe mit Stirnrädern ausgebildet. Das Getriebe erfüllt die Aufgabe der Anpassung der Eingangsdrehzahl an die gewünschte Ausgangsdrehzahl. Beschleunigung, Drehmoment und Geschwindigkeit können mit einem Getriebe ebenfalls beeinflusst werden.

Die im Getriebe verwendeten Stirnräder sind meist schrägverzahnt und sorgen so für einen ruhigeren Lauf mit einer größeren Drehmomentübertragung. Durch diese Schrägverzahnung entstehen im Getriebe leider auch unerwünschte Axialkräfte, die durch eine entsprechende Lagerung der Wellen kompensiert werden müssen.

Sensibles Bauteil, was viel aushalten muß – das Getriebe

Das Stirnradgetriebe besitzt parallele Ein- und Ausgangswellen. Auch die Vorgelegewelle ist parallel zu diesen angeordnet. Im Kraftfahrzeug werden geschlossene Getriebe verwendet, die neben Sand- und Staubfreiheit auch die Schmierung durch Öl gewährleisten. Dazu tauchen ein Teil der Zahnräder in die Ölwanne ein, in der sich das Öl befindet und schleudern es durch die hohen Drehzahlen im ganzen Getriebe umher.

Auch der Geräuschpegel wird durch ein geschlossenes Getriebe niedrig gehalten. Das Drehmoment überträgt sich von der Kupplung über eine Keilwelle zu den Zahnrädern. Die unterschiedlichen Gänge werden durch Zahnradpaare ermöglich, die durch eine Schaltmechanik im Innern des Getriebes in Eingriff gebracht und so formschlüssig über die Vorgelegewelle mit der Ausgangswelle verbunden werden. Die Zahnräder der kleinen Gänge sind auf der Vorgelegewelle platziert, während für den Rückwärtsgang ein zusätzliches Zahnrad auf einer dritten Welle notwendig ist. Die Antriebswelle ist nach dem ersten Radsatz geteilt, Werden diese beiden Teile miteinander gekoppelt, arbeitet das Getriebe im größten oder direkten Gang.

Moderne Getriebe sind kleine Kunstwerke und entscheidend für Fahrspaß. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Beim Schalten wird der Kraftfluss durch das Betätigen der Kupplung unterbrochen und der gewünschte Gang vom Fahrer mit Hilfe des Schalthebels eingelegt, was beim nicht synchronisierten Getriebe viel Gefühl verlangt.

In einem synchronisierten Getriebe dagegen sind immer alle Zahnradpaare im Eingriff, wobei ein Zahnrad eins jeden Paares fest mit einer Welle verbunden ist, während das Zweite auf der anderen Welle frei mitläuft. Das jeweils erforderliche Zahnrad wird dann mittels einer auf dieser Welle formschlüssig und verschiebbar montierten Schaltmuffe mit dem Abtrieb verbunden.

Die Schaltklauen und -muffen bedienen neben dem Leerlauf jeweils zwei Gänge. Im direkten Gang läuft die Vorgelegewelle nur mit ohne Drehmomente zu übertragen. Im Gegensatz zu den Schaltgetrieben bieten die Automatikgetriebe einen höheren Schalt- und Fahrkomfort. Diese ökonomischeren Getriebe sind mit elektronischen Komponenten erweitert, die die Schaltvorgänge entsprechend den eingespeicherten Programmen selbständig ausführen.

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